Roth, Sandro. Wirksamkeit eines personalisierten motorisch-kognitiven heimbasierten Exergame-Trainingsprogramms auf die physischen Funktionen älterer Menschen. 2024, Master Thesis, University of Basel, Faculty of Medicine.
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Official URL: https://edoc.unibas.ch/96678/
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Abstract
Hintergrund: Der demografische Wandel stellt die Gesellschaft, das Gesundheitswesen und die Pflege vor wachsende Herausforderungen und verlangt nach neuen zukunftsfähigen Therapieansätzen. Körperliche Aktivität in Form von spielgestützten motor-kognitiven Trainings (Exergames) zeigt nach aktuellem Forschungsstand vielsprechende Aussichten für erfolgreiche neue Therapieansätze. Exergames stellen diesbezüglich einen Interventionsansatz dar, welche diesem Dual-Task Vorteil in der Therapie von älteren Menschen gerecht werden können und eine hohe Trainingsmotivation und Adhärenz prognostizieren. In Form von heimbasiertem Exergaming werden weitere Vorteile eines Trainings zuhause in der Praxis implementiert. In der vorliegenden Arbeit wurden basierend auf einer zweiarmigen internationalen pragmatischen randomisierten kontrollierten Pilotstudie die Effekte einer heimbasierten Trainingsintervention, bestehend aus Exergaming, auf die physischen Funktionen älterer Menschen über 60 Jahren untersucht.
Methoden: An den drei Studienstandorten in der Schweiz, Italien und Zypern wurden insgesamt 111 Studienteilnehmende nach erfüllten Einschlusskriterien in die Studie inkludiert. Nach zufälliger Einteilung in die Interventions- resp. Kontrollgruppe absolvierten alle Teilnehmenden eine Baseline- sowie prä- und post-Interventions-Erhebung. Die Intervention bestand aus zwei Wochen betreutem und 10 Wochen heimbasiertem Exergaming auf dem SensoFlex - at Home von COCARE (Dividat), für jeweils drei Mal wöchentlich 20 Minuten. Die Kontrollgruppe erhielt keine spezifische Intervention und führte die Usual Care fort. Die Wirksamkeit der Intervention wurde anhand der vor und nach der Intervention erhobenen Variablen Sway Test, Coordinated Stability Test, TUG-DT und 30s-STS Test untersucht.
Ergebnisse:111 Teilnehmende (mittleres Alter 72.9 ± 7.3 Jahre, Spannweite = 60 – 91 Jahre, 55.9 % weiblich) absolvierten die Studie und wurden in die Datenanalyse miteinbezogen. Die zweifaktorielle Varianzanalyse mit Messwiederholung ergab für keinen der Tests einen signifikanten Gruppen- oder Interaktionseffekt. Für den TUG-DT Test konnte lediglich ein signifikanter Faktor „Messzeitpunkt“ erkannt werden (F(1,108) = 7.720, p = .006, partielles η2 = .067), wobei der Effekt einer Verschlechterung beider Gruppen über die Zeit entspricht. Die Ergebnisse sprechen nicht für die Hypothese, dass ein 10-wöchiges heimbasiertes Exergame-Trainingsprogramm die Balancefähigkeit und die Leistungen der unteren Extremitäten bei älteren Personen über 60 Jahren signifikant verbessern kann, im direkten Vergleich mit der Kontrollgruppe.
Schlussfolgerungen: Die in der vorliegenden Arbeit erzielten Ergebnisse widersprechen in Teilen dem bestehenden Forschungsstand und konnten die Wirksamkeit einer 10-wöchigen heimbasierten Exergame Trainingsintervention auf die Leistungen der Teilnehmenden bei den vier Tests nicht bestätigen. Zur Beurteilung und zukünftigen Entwicklung einer in der breiten Bevölkerung wirksamen, heimbasierten Trainingsintervention mit hoher externer Validität, sind weitere Untersuchungen notwendig.
Methoden: An den drei Studienstandorten in der Schweiz, Italien und Zypern wurden insgesamt 111 Studienteilnehmende nach erfüllten Einschlusskriterien in die Studie inkludiert. Nach zufälliger Einteilung in die Interventions- resp. Kontrollgruppe absolvierten alle Teilnehmenden eine Baseline- sowie prä- und post-Interventions-Erhebung. Die Intervention bestand aus zwei Wochen betreutem und 10 Wochen heimbasiertem Exergaming auf dem SensoFlex - at Home von COCARE (Dividat), für jeweils drei Mal wöchentlich 20 Minuten. Die Kontrollgruppe erhielt keine spezifische Intervention und führte die Usual Care fort. Die Wirksamkeit der Intervention wurde anhand der vor und nach der Intervention erhobenen Variablen Sway Test, Coordinated Stability Test, TUG-DT und 30s-STS Test untersucht.
Ergebnisse:111 Teilnehmende (mittleres Alter 72.9 ± 7.3 Jahre, Spannweite = 60 – 91 Jahre, 55.9 % weiblich) absolvierten die Studie und wurden in die Datenanalyse miteinbezogen. Die zweifaktorielle Varianzanalyse mit Messwiederholung ergab für keinen der Tests einen signifikanten Gruppen- oder Interaktionseffekt. Für den TUG-DT Test konnte lediglich ein signifikanter Faktor „Messzeitpunkt“ erkannt werden (F(1,108) = 7.720, p = .006, partielles η2 = .067), wobei der Effekt einer Verschlechterung beider Gruppen über die Zeit entspricht. Die Ergebnisse sprechen nicht für die Hypothese, dass ein 10-wöchiges heimbasiertes Exergame-Trainingsprogramm die Balancefähigkeit und die Leistungen der unteren Extremitäten bei älteren Personen über 60 Jahren signifikant verbessern kann, im direkten Vergleich mit der Kontrollgruppe.
Schlussfolgerungen: Die in der vorliegenden Arbeit erzielten Ergebnisse widersprechen in Teilen dem bestehenden Forschungsstand und konnten die Wirksamkeit einer 10-wöchigen heimbasierten Exergame Trainingsintervention auf die Leistungen der Teilnehmenden bei den vier Tests nicht bestätigen. Zur Beurteilung und zukünftigen Entwicklung einer in der breiten Bevölkerung wirksamen, heimbasierten Trainingsintervention mit hoher externer Validität, sind weitere Untersuchungen notwendig.
Advisors: | Giannouli, Eleftheria and Hinrichs, Timo |
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Faculties and Departments: | 03 Faculty of Medicine > Departement Sport, Bewegung und Gesundheit > Bereich Sport- und Bewegungsmedizin > Sportmedizin (Schmidt-Trucksäss) |
UniBasel Contributors: | Giannouli, Eleftheria and Hinrichs, Timo |
Item Type: | Thesis |
Thesis Subtype: | Master Thesis |
Thesis no: | UNSPECIFIED |
Thesis status: | Complete |
Last Modified: | 21 Nov 2024 15:36 |
Deposited On: | 16 Sep 2024 09:54 |
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