edoc

Gibt es somatoforme Störungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen? : erste epidemiologische Befunde der Untersuchung einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe

Lieb, R. and Mastaler, M. and Wittchen, H.-U.. (1998) Gibt es somatoforme Störungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen? : erste epidemiologische Befunde der Untersuchung einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe. Verhaltenstherapie, 8 (2). pp. 81-93.

[img]
Preview
PDF - Published Version
123Kb

Official URL: http://edoc.unibas.ch/dok/A5253572

Downloads: Statistics Overview

Abstract

Auf der Grundlage der Basisuntersuchung einer epidemiologischen prospektiven Verlaufsstudie (1995–1999) an 3021 Personen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren werden epidemiologische Befunde zur Häufigkeit von somatoformen Beschwerden und somatoformen Syndromen/Störungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen berichtet. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurden mit Hilfe des M-CIDI, einem standardisierten Interview zur Erfassung psychischer Symptome, Syndrome und Störungen nach dem DSM-IV, befragt. Die Ergebnisse der ersten Untersuchung zeigen, daß 50% der Jugendlichen einmal in ihrem bisherigen Leben unter einem somatoformen Symptom litten. Junge Frauen berichten häufiger von somatoformen Beschwerden als junge Männer (61 vs. 40%). Die im DSM-IV operationalisierten Kriterien einer somatoformen Störung werden nur von wenigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen (2,7%) erfüllt. Die Prävalenz erhöht sich jedoch, wenn man nicht ausschließlich voll ausgeprägte somatoforme Störungen, sondern zusätzlich unterschwellige Syndrome in die Betrachtung einschließt: Hier berichten etwa 11% der Jugendlichen von somatoformen Syndromen. Somatoforme Störungen/Syndrome zeigen sich häufig im Verbund mit anderen psychischen Störungen, wobei die Komorbidität mit dem Alter zunimmt. Wie unsere Analysen ergaben, berichten Jugendliche und junge Erwachsene mit somatoformen Störungen, aber auch solche mit unterschwelligen Syndromen, vermehrt Beeinträchtigungen in verschiedenen sozialen Rollenbereichen und der Arbeitspro- duktivität.
Faculties and Departments:07 Faculty of Psychology > Departement Psychologie > Forschungsbereich Klinische Psychologie und Neurowissenschaften > Klinische Psychologie und Epidemiologie (Lieb)
UniBasel Contributors:Lieb, Roselind
Item Type:Article, refereed
Article Subtype:Research Article
Bibsysno:Link to catalogue
Publisher:Karger
ISSN:1016-6262
e-ISSN:1423-0402
Note:Publication type according to Uni Basel Research Database: Journal article
Language:German
Identification Number:
Last Modified:24 Oct 2017 09:10
Deposited On:22 Mar 2012 13:43

Repository Staff Only: item control page