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Mercury evasion from a boreal peatland determined with advanced REA and chamber methods

Osterwalder, S. and Fritsche, J. and Åkerblom, S. and Nilsson, M. and Bishop, K. and Alewell, C.. (2016) Mercury evasion from a boreal peatland determined with advanced REA and chamber methods. BGS Bulletin, 36. pp. 51-56.

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Official URL: http://edoc.unibas.ch/44400/

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Abstract

Gasförmiges, elementares Quecksilber (Hg^0) ist die dominierende Form von Hg in der Atmosphäre und steht in ständigem Austausch mit Böden und Wasseroberflächen. In borealen Mooren ist dieser Land-Atmosphären-Austausch von Hg^0 von besonderer Relevanz. - in solch anoxischen Ökosystem bildet sich das hochtoxische Methylquecksilber (MeHg) - , da sich verändernde Depositions- und Emissionsraten den Hg-Pool im Boden beeinflussen. Um natürliche influssfaktoren zu bestimmen, welche die Reduktion von Hg(II) zu Hg^0 und damit die Ausgasung fördern, haben wir dynamische Durchflusskammern (DFCs) verwendet. Der Effekt von erhöhter Schwefel- und Stickstoffdeposition sowie veränderten Temperatur- und Feuchtebedingungen auf den Hg^0-Fluss wurden untersucht und typische Flussraten für unser Untersuchungsgebiet quantifiziert. Das boreale Moor liegt
etwa 10 Kilometer westlich von Vindeln, in der Provinz Västerbotten in Schweden. Um den ganzjährigen In- und Output von Hg^0 über die Atmosphäre zu quantifizieren, entwickelten wir ein neues Relaxed Eddy Accumulation (REA) System mit
zwei Lufteinlässen, nur einem Detektor und einem ausgefeilten, automatischen Kalibrationsmodul. Während den Hg-Messungen wurden meteorologische Parameter, im Wasser gelöstes Hg^0(DGM) und die Gesamtdeposition von Hg gemessen. Letztere während der Vegetationsperiode 2014. Das Gesamt-Hg im Boden und im Abflussbereich des Moores wurde vorgängig bestimmt und trägt zum besseren Verständnis des Hg-Kreislaufs bei. Hohe Schwefeldepositionen, wie sie in den 80er-Jahren in Schweden üblich waren, führten zu einer Hemmung von Hg-Emissionen. Dies ist mit einer initialen Ausgasung von Hg zu Beginn des Versuches oder mit dem Binden von Hg an Schwefelgruppen und anschliessendem Abtransport im Oberflächenwasser zu erklären. DFC-Messungen im Juli 2014 wurden während Strahlungstagen durchgeführt und zeigten einen deutlichen Tagesgang und eine starke lineare Abhängigkeit von der Temperatur innerhalb und ausserhalb der Kammern. Erste Auswertungen der REA-Daten zeigten eine Spannweite der Monatsmittelwerte zwischen -6 ng m^-2 h^-1 im November 2013 und 15 ng m^-2 h^-1 im Juni 2014. Hg^0-Emissionen dominierten während des Sommers und Hg^0-Deposition von Spätherbst bis Frühling. Als erste Forschungsgruppe gelang es uns, den Hg^0-Fluss über einem borealen Moor während eines ganzen Jahres zu messen und dabei REA erfolgreich anzuwenden. Des Weiteren konnten wir mit DFC-Messungen Faktoren identifizieren, welche Hg^0-Emissionen hemmen oder begünstigen. Die Ausgasung von Hg^0 in die Atmosphäre scheint die Menge im Abfluss deutlich zu übersteigen und deutet darauf hin, dass das boreale Moor
heute nicht nur eine Quelle für MeHg, sondern auch für Gesamt-Hg ist.
Faculties and Departments:05 Faculty of Science > Departement Umweltwissenschaften > Umweltgeowissenschaften > Umweltgeowissenschaften (Alewell)
UniBasel Contributors:Alewell, Christine and Osterwalder, Stefan
Item Type:Other
Publisher:Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz
ISSN:1420-6773
Note:Publication type according to Uni Basel Research Database: Other publications
Language:English
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Last Modified:25 Oct 2017 12:47
Deposited On:23 Oct 2017 07:28

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