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Grammatik und Lexikon im Spracherwerb : Konstruktionsprozesse

Behrens, Heike. (2011) Grammatik und Lexikon im Spracherwerb : Konstruktionsprozesse. In: Sprachliches Wissen zwischen Lexikon und Grammatik. Berlin, S. 375-396.

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Official URL: http://edoc.unibas.ch/dok/A5844648

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Abstract

Der Konstruktionsbegriff hielt seinen Einzug in die Spracherwerbsforschung durch gebrauchsbasierte Lerntheorien, nach denen sprachliche Strukturen als Form-Funktionseinheiten aus dem Input abgeleitet werden, Sprache somit ein emergentes System ist (Tomasello 1998a und b; Behrens 2009a und b). Die Abstraktionseinheit für das Kind ist dabei die Äußerung in ihrer situativen Gebundenheit und ihrer Diskursfunktion, mithin die Konstruktion. Die Konstruktion wird gefasst als schematische Einheit mit mehr oder weniger offenen Slots: Teile der Konstruktion können lexikalisch fixiert oder aber produktiv und durch andere Ausdrücke ersetzbar sein. Der Kontrast zum Valenzbegriff bzw. dem der Argumentstruktur in seiner formaleren Definition liegt darin, dass die lexikalischen Eigenschaften der Wörter die Syntax nicht projizieren, sondern dass sowohl die Eigenschaften der Lemmas als auch die der Morphosyntax aus ihrem Vorkommen in konkreten Sätzen abgeleitet werden. Empirisch konzentriert sich die Forschung auf die Ermittlung der Generalisierungsprozesse und auf deren Basis im Input, dem Sprachangebot. Erwerbsrelevant ist insbesondere der Input in seinen usualisierten Mustern in typischen Interaktionssituationen. Hier wird vor allem der Grad der Produktivität kindlicher Äußerungen analysiert. Bislang weniger untersucht, aber zunehmend im Fokus sind die Generalisierungsprozesse selbst und damit die generative Kraft des Konstruktionsbegriffs. Sobald Aspekte einer Konstruktion abstrahiert worden (= produktiv) sind, sollten sie auf neue Situationen übertragen werden können, und gilt es zu ermitteln, welche formalen, funktionalen und distributionellen Faktoren die Abstraktion sprachlichen Wissens fördern. In dem Paradigma der gebrauchsbasierten Konstruktionsgrammatik wird die modulare Trennung zwischen Wörtern und Regeln aufgehoben. (...)
Faculties and Departments:04 Faculty of Humanities and Social Sciences > Departement Sprach- und Literaturwissenschaften > Fachbereich Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > Kognitive Linguistik und Spracherwerbsforschung (Behrens, dt. Sprachw.)
04 Faculty of Humanities and Social Sciences > Departement Sprach- und Literaturwissenschaften > Fachbereich Englische Sprach- und Literaturwissenschaft > Kognitive Linguistik und Spracherwerbsforschung (Behrens, engl. Sprachw.)
UniBasel Contributors:Behrens, Heike
Item Type:Book Section, refereed
Bibsysno:Link to catalogue
Publisher:de Gruyter
ISBN:978-3-11-026232-2 ; 978-3-11-026233-9 (e-book)
Series Name:Jahrbuch / Institut für deutsche Sprache
Issue Number:2010
Note:Publication type according to Uni Basel Research Database: Book item. The final publication is available at www.degruyter.com
Language:German
Identification Number:
Last Modified:31 Dec 2015 10:49
Deposited On:08 Jun 2012 06:50

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