Subsistenz und Landnutzung während des 3. Jahrtausends v. Chr. aufgrund von archäobotanischen Daten aus dem südwestlichen Mitteleuropa
Journal
Umwelt - Wirtschaft - Siedlungen im dritten vorchristlichen Jahrtausend Mitteleuropas und Südskandinaviens : internationale Tagung Kiel 4.-6. November 2005
Date Issued
2008-01-01
Author(s)
Abstract
Das 3. Jt. v. Chr. ist auf dem Gebiet der Landwirtschaft und Landschaftsgeschichte eine wechselvolle Zeit. Die Bedeutung gewisser Kulturpflanzen zeigt rückläufige Tendenz, während andere eine grössere Rolle zu spielen beginnen oder neu auftauchen, wie der Dinkel. Auch neue Unkrautarten werden eingeführt. Möglicherweise sind Kontakte nach Osten für die meisten dieser Neuerungen verantwortlich. Zu beachten ist aber auch, dass es auch Kontinuitäten im Kulturpflanzenbau gibt (Gerste, Lein), ebenso recht starke lokale, vielleicht regionale Unterschiede. In welcher Weise die Kulturpflanzen angebaut wurden, ist nicht abschliessend geklärt. Wir favorisieren aufgrund der on-site Daten den Anbau auf fixen Flächen, die intensiv gepflegt wurden. Neben dem Ackerbau spielte nach wie vor die Nutzung wild wachsender Ressourcen eine wichtige Rolle. Dies zeigen die Spektren aus den Feuchtbodensiedlungen klar. Man muss annehmen, dass die Landschaft im näheren Umkreis der Siedlungen zur Bevorteilung der einheimischen Wildressourcen stark umgestaltet wurde. In diesem Zusammenhang steht auch die Tatsache, dass sich eine Zunahme der Bedeutung des Grünlandes in den Pflanzenspektren abzeichnet.
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