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Der Einfluss von Belastungs- und Erholungsfaktoren sowie der Ernährung auf das Auftreten von Verletzungen bei jungen Eliteathleten

Schmid, Karin. Der Einfluss von Belastungs- und Erholungsfaktoren sowie der Ernährung auf das Auftreten von Verletzungen bei jungen Eliteathleten. 2021, Master Thesis, University of Basel, Faculty of Medicine.

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Official URL: https://edoc.unibas.ch/83785/

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Abstract

Hintergrund
Die multifaktorielle Ursachenforschung der Sportverletzungen von Eliteathleten ist für alle Be-teiligten von grossem Interesse. Sportverletzungen führen zu Ausfallzeiten und sind eine po-tenzielle Bedrohung der Karriere (Ristolainen et al., 2012). Eine Reduktion der Belastungsfak-toren sowie eine Erhöhung der Erholungsfaktoren stellen Möglichkeiten zur Senkung der Ver-letzungsinzidenz dar (Bolling et al., 2018; van Mechelen et al., 1992). Durch ein besseres Ver-ständnis der zahlreichen Risikofaktoren von Verletzungen sollen diese mindestens reduziert werden (van Mechelen et al., 1992). Im Rahmen dieser Arbeit werden mögliche Zusammen-hänge von Belastungs- sowie Erholungsfaktoren und der Verletzungsinzidenz untersucht.
Methodik
Die YEABSS-Studien (Young Elite Athletes, Burnout, Sleep and Stress) 1 (2016-2017) und 2 (2018-2019), welche mit Schüler/-innen von Swiss Olympic Sportklassen (14-25 Jahre) durch-geführt wurden, dienen als Grundlage der durchgeführten Querschnitt- und Längsschnittunter-suchungen. Die Daten wurden mittels Fragebögen, retrospektivem 24-Stunden-Ernährungspro-tokoll und EEG erhoben, letztere mit Teilstichproben. Für die statistischen Analysen werden logistische Regressionen durchgeführt.
Ergebnisse
Eliteathleten sind häufiger verletzt als nicht-Eliteathleten (p=.006). Bei höherem subjektivem Stressempfinden (p=.002) oder steigender Trainingsbelastung (p=.013) sinkt die Wahrschein-lichkeit an einer Verletzung zu leiden. Bei tieferer Schlafqualität steigt die Wahrscheinlichkeit an einer Verletzung zu leiden. Bei einer Vor- oder moderaten Insomnie ist die Wahrscheinlich-keit an einer Verletzung zu leiden höher als ohne Schlafprobleme (p<.001). Die Effekte sind schwach bis mittelgross. Für die Längsschnittuntersuchungen liegen keine signifikanten Ergeb-nisse vor.
Schlussfolgerung
Protektive Wirkungen von Erholungsfaktoren oder destruktive Wirkungen von Risikofaktoren konnten in Bezug auf die Verletzungsinzidenz bei jungen Eliteathleten nicht statistisch signifi-kant nachgewiesen werden. Um konkrete Handlungsempfehlungen abgeben und Verletzungs-präventionsprogramme ausbauen zu können, sind weiterführende Untersuchungen notwendig.
Advisors:Gerber, Markus and Beckmann, Johanna
Faculties and Departments:03 Faculty of Medicine > Departement Sport, Bewegung und Gesundheit > Bereich Sportwissenschaft > Sport und psychosoziale Gesundheit (Gerber)
UniBasel Contributors:Gerber, Markus and Beckmann, Johanna
Item Type:Thesis
Thesis Subtype:Master Thesis
Thesis no:1
Thesis status:Complete
Last Modified:29 Jun 2021 04:30
Deposited On:28 Jun 2021 08:59

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