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Exzessives Schreien

Bolten, Margarete. (2008) Exzessives Schreien. In: Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen. Weinheim, pp. 50-62.

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Official URL: http://edoc.unibas.ch/dok/A5251008

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Abstract

Wenn Paare Eltern werden, kann dies, neben all dem Neuen und Schönen, auch eine Reihe von Herausforderungen und Schwierigkeiten mit sich bringen, die bewältigt werden müssen. Regulationsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter zählen zu den am häufigsten auftretenden Problemen in der pädiatrischen Praxis. Papousek et al. (2004) sprechen von etwa jedem vierten bis fünften Kind, welches wegen exzessivem Schreien, Schlaf- und/oder Fütter- und Gedeihstörungen beim Kinderarzt vorgestellt wird. Dabei treten diese Symptome bei der Mehrzahl der Kinder nur passager in den ersten drei Lebensmonaten bzw. in Zusammenhang mit späteren Anpassungs- und Entwicklungsaufgaben auf. Die Bewältigung hängt von der Balance zwischen kindlicher Regulationsfähigkeit und den intuitiven Regulationshilfen der Eltern ab. Wenn sich Eltern jedoch von ihrem Kind völlig überfordert fühlen, ist es schwierig und oft ohne Hilfe kaum möglich das Kind durch Co-Regulation zu unterstützen. Deshalb brauchen sowohl die Eltern als auch das Kind Unterstützung, um ein Persistieren der Regulationsschwierigkeiten und tiefer greifende Störungen der Eltern-Kind-Beziehung zu vermeiden. Im Workshop werden die Symptome der Regulationsstörung in der frühen Kindheit, exzessives Schreien, Schlafstörungen, Fütter- und Gedeihstörungen und Störungen der emotionalen Verhaltensregulation, behandelt. Insbesondere wird auf die Fragen: Wie werden Störungen der frühen Kindheit von „normalen Auffälligkeiten" in der Entwicklung abgegrenzt? Wie sieht der Verlauf von Regulationsstörungen aus? Welche Erklärungsansätze und Interventionsmöglichkeiten gibt es? eingegangen. Auf der Basis des aktuellen Wissens der interdisziplinären Frühentwicklungsforschung werden das diagnostische Vorgehen und die Therapie bei Regulationsstörungen vorgestellt. Anhand von videogestützten Fallvignetten werden die Störungsbilder der Frühkindlichen Regulationsstörung und frühe Ansatzpunkte einer Eltern-Kleinkind-Psychotherapie vorgestellt. Ziel dieses Therapie- bzw. Beratungsansatzes ist die Stärkung der Eltern. Mit Hilfe von Videoanalysen der elterlichen Beruhigungsversuche, von Fütter- oder Spielsituationen werden Eltern in ihren intuitiven elterlichen Kompetenzen gefestigt, um wieder entspannte Interaktionen möglich zu machen.
Faculties and Departments:07 Faculty of Psychology
07 Faculty of Psychology > Departement Psychologie > Ehemalige Einheiten Psychologie > Abteilung Clinical Child and Adolescent Psychology
UniBasel Contributors:Bolten, Margarete
Item Type:Book Section
Book Section Subtype:Book Chapter
Bibsysno:Link to catalogue
Publisher:Belz
ISBN:978-3-621-27543-9 ; 3-621-27543-6
Note:Publication type according to Uni Basel Research Database: Book item
Last Modified:07 Aug 2015 12:05
Deposited On:22 Mar 2012 13:43

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