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Die Effekte von konzentrischem und exzentrischem Training auf die Kraftentwicklung und Muskelarchitektur im M. quadriceps femoris

Raffi, Luca. Die Effekte von konzentrischem und exzentrischem Training auf die Kraftentwicklung und Muskelarchitektur im M. quadriceps femoris. 2020, Master Thesis, University of Basel, Faculty of Medicine.

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Official URL: https://edoc.unibas.ch/79679/

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Abstract

Hintergrund: Bisherige Forschungen beschreiben trainingsinduzierte kontraktionsspezifische Effekte in den dynamischen Maximalkraftarten im M. quadriceps femoris (QF). Je höher die Last der exzentrischen Trainingsintervention, desto stärkere Effekte sind zu erwarten. Während die konzentrische Trainingsintervention die Vergrösserung des Pennationswinkels (PA) stärker förderte, zeigte die exzentrische Trainingsintervention stärkere Effekte in der Faserlänge (FL). Im anatomischen Muskelquerschnitt (ACSA) indizierten beide Trainingsinterventionen vergleichbare Hypertrophie.
Methoden: Mit einem Längsschnittdesign wurden die Effekte von konzentrischem und exzentrischem Training auf die Kraftentwicklung, die Sprunghöhe und die Muskelarchitektur im QF untersucht. Mit einer Kontraktionsgeschwindigkeit von 120°/s trainierten 13 sportliche Männer während acht Wochen mit einem Bein isoliert konzentrisch, mit dem zweiten isoliert exzentrisch. Die Muskelarchitekturdaten wurden per Ultraschallaufnahmen erhoben. Aufgrund der COVID-19-bedingten geringen Stichprobenzahl wurden Tendenzen anstelle von Signifikanzen beschrieben.
Ergebnisse: Stärkere Kraftentwicklungen wurden nach kontraktionsspezifischem Training verzeichnet. Hingegen zeigte die Trainingsintervention mit relativer Last keine grösseren Effekte auf die exzentrische Maximalkraft als mit absoluter Last (26% versus 38%). Die maximale Sprunghöhe vergrösserte sich primär durch exzentrisches, absolutes Training. Exzentrisches Krafttraining indizierte grössere Weitungen des PA, während konzentrisches Krafttraining die FL stärker verlängerte. Exzentrisches Krafttraining beschrieb gar Tendenzen zur Verkürzung der FL. In der ACSA konnten weder nach proximodistaler Schallhöhe noch nach Trainingsart Differenzen beschrieben werden. Auffallend war, dass der M. rectus femoris (RF) kaum Effekte zeigte.
Schlussfolgerung: Kontraktionsspezifisches Training deutet auf die grössten Effekte hin. Komplexe Bewegungsabläufe sollten jedoch nicht in isolierten, sondern kombiniert konzentrisch-exzentrischen Kontraktionen trainiert werden. Ob relative Last intensivere Effekte zeigt, bleibt zu erforschen. Die Ergebnisse der Muskelarchitektur indizieren, dass weitere trainingsinduzierte Faktoren die sportliche Leistung bestimmen.
Advisors:Faude, Oliver
Committee Members:Roth, Ralf
Faculties and Departments:03 Faculty of Medicine > Departement Sport, Bewegung und Gesundheit > Bereich Bewegungs- und Trainingswissenschaft
UniBasel Contributors:Faude, Oliver
Item Type:Thesis
Thesis Subtype:Master Thesis
Thesis no:1
Thesis status:Complete
Last Modified:11 Dec 2020 05:30
Deposited On:10 Dec 2020 13:12

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