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From the Margins to a Mission. How the European Union became a promoter of LGBTI rights

Eigenmann, Laura. (2019) From the Margins to a Mission. How the European Union became a promoter of LGBTI rights. History | Sexuality | Law. Die Homosexuellenbewegung und Rechtsordnung in der Bundesrepublik (1949-2002).

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Abstract

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich das Verhältnis zwischen LGBTI-Aktivismus und staatlicher Politik sehr stark verändert: Noch bis in die 1990er hinein war gleichgeschlechtliche Sexualität in einigen europäischen Ländern sanktioniert und Trans* war kaum Thema. Nur wenige Jahre später sind in einer Mehrheit dieser Länder LGBTI-Personen gesetzlich vor Diskriminierung bei der Arbeit und in anderen Lebensbereichen geschützt und können ihre Partnerschaften staatlich anerkennen lassen. Es gab sogar einige unerwartete Entwicklungen - so hat sich Malta ab 2013 im Eiltempo vom Schlusslicht zum Vorreiter für LGBTI-Rechte entwickelt das katholische Irland sprach sich 2015 in einer Volksabstimmung für die Ehe aus. Besonders deutlich zeigt sich diese rapide Entwicklung auf der EU-Ebene. Von der noch in den 90ern Jahren bestehenden Zurückhaltung der EU hinsichtlich LGBTI-Rechten ist inzwischen nicht mehr viel zu spüren: Heute inszeniert sich die EU als Vorreiterin für LGBTI-Rechte - beispielsweise anlässlich des IDAHOTS 2017, an dem sie ihre Gebäude in Regenbogenfarben erleuchtete. So erfreulich diese Entwicklung auf den ersten Blick scheinen mag, sie wird auch vielfach als "Homonationalismus" (Puar 2007) kritisiert, eine Form der Überlegenheits- und Abgrenzungsrhetorik des Westens, bei der dieser sich mittels seiner LGBTI-Freundlichkeit vom angeblich rückständigen Nicht-Westen abgrenzt. Doch wie konnten LGBTI-Rechte für die EU innerhalb so kurzer Zeit eine so grosse Bedeutung erlangen? Der folgende Artikel gibt einen Überblick über die Entwicklungen und fragt danach, weshalb LGBTI-Rechte in den letzten Jahren zu so einem attraktiven Thema für die EU geworden sind.
Faculties and Departments:04 Faculty of Humanities and Social Sciences > Departement Gesellschaftswissenschaften > Fachbereich Gender Studies
UniBasel Contributors:Eigenmann, Laura
Item Type:Working Paper
Publisher:DFG Forschungsgruppe "Recht - Geschlecht - Kollektivität"
ISSN:2629-5504
Note:Publication type according to Uni Basel Research Database: Discussion paper / Internet publication
Language:English
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Last Modified:16 Aug 2019 14:25
Deposited On:16 Aug 2019 14:25

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