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Die nationalsozialistische Ideologie und „ihre“ Leibeserziehung: Von der Utopie des „Neuen Menschen“ zur Züchtung einer wehrtüchtigen Armee.

Imperiale, Flavio. Die nationalsozialistische Ideologie und „ihre“ Leibeserziehung: Von der Utopie des „Neuen Menschen“ zur Züchtung einer wehrtüchtigen Armee. 2016, Master Thesis, University of Basel, Faculty of Medicine.

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Official URL: https://edoc.unibas.ch/63695/

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Abstract

Hintergrund:Die vorliegende Arbeit betrachtet den Sport im Dritten Reich unter den ideologischen Gesichtspunkten der nationalsozialistischen Weltanschauung. Dabei soll beantwortet werden, zu was der Sport im Dienste dieser Ideologie benutzt wurde, welche Potentiale dem Sport innerhalb der Ideologie beigemessen wurden und was schlussendlich als das eigentliche Ziel des nationalsozialistischen Sportes erkannt werden kann.Methode:Zur Beantwortung dieser Fragestellung werden zeitgenössische Quellen, allen voran nationalsozialistische Literatur zu den Thematiken körperliche Erziehung, Leibesübungen und Sport, auf ihre ideologische Eigenarten untersucht und die leitenden Konstrukte dargestellt. Ein Einblick, in die wichtigsten Veränderungen innerhalb des deutschen Schulsports während der Jahre 1933–1938, soll schlussendlich Aufschluss darüber geben, was als das effektive Ziel des ideologisch ausgerichteten Sports genannt werden kann.Ergebnisse:Die Nationalsozialisten veränderten nach ihrer Machtübernahme ihre gesamte Pädagogik hin zu einer weltanschaulich und politisch ausgerichteten Erziehung, die ihren Schwerpunkt in der körperlichen Ertüchtigung hatte. Ziel war, eine gesunde und vor allem wehrfähige Generation heranzubilden, die sowohl körperlich als auch weltanschaulich dem nationalsozialistischen Ideal des künftigen „Neuen Menschen“ entsprach. Durch gezielte Veränderungen des Stundenplans hin zu einer schlussendlich fünf Turnstunden umfassenden Schulwoche, wurden die Schüler einem körperlichen Erziehungsprogramm unterzogen, dessen militärpolitische Absichten deutlich zu erkennen sind. So dienten Charakterschulung zu Mut, Angriffsgeist und Härte durch Boxen sowie die praktische Ausbildung im sogenannten Wehr- und Geländesport einer effektiven Vorbereitung für das Militär.Diskussion:Am Ende der Studie wird deutlich, dass die Ideologie um den Sport hauptsächlich im Dienste einer schnellen Mobilmachung der Bevölkerung stand. Das Ziel war eine „Erziehung für den Krieg“, welche als solches breit angelegt, ausgeklügelt und effektiv betrieben wurde.
Advisors:Engel, Peter
Committee Members:Petry, Erik
Faculties and Departments:03 Faculty of Medicine > Departement Sport, Bewegung und Gesundheit
UniBasel Contributors:Petry, Erik
Item Type:Thesis
Thesis Subtype:Master Thesis
Thesis no:UNSPECIFIED
Thesis status:Complete
Last Modified:25 Apr 2018 04:30
Deposited On:24 Apr 2018 15:53

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