edoc

Autoemanzipation durch Muskelkraft. Vergleichende Überlegungen zur Bedeutung jüdischer Sportvereine im ausgehenden Zarenreich

Hofmeister, Alexis. (2007) Autoemanzipation durch Muskelkraft. Vergleichende Überlegungen zur Bedeutung jüdischer Sportvereine im ausgehenden Zarenreich. In: Sport zwischen Ost und West. Beiträge zur Sportgeschichte Osteuropas im 19. und 20. Jahrhundert. Osnabrück, pp. 171-189.

Full text not available from this repository.

Official URL: https://edoc.unibas.ch/62615/

Downloads: Statistics Overview

Abstract

Das Thema Sport hat in jüngster Zeit in Kultur- und Geschichtswissenschaften stark an Bedeutung gewonnen. Seit den neunziger Jahren gelangen immer mehr Bereiche von Sport und Körperkultur in das Blickfeld der Forschung. Nahezu unerforscht blieb bis in die jüngste Zeit die Sportgeschichte Osteuropas.
Mit dem vorliegenden interdisziplinären Sammelband, an dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus neun Ländern beteiligt sind, werden wichtige Forschungslücken geschlossen. Themen sind insbesondere das Verhältnis von Sport und Politik während des Kalten Krieges, die Analyse des Phänomens Sport mithilfe der Kategorien Geschlecht, Nation und Ethnizität sowie das Konzept Körper in seinem historischen Wandel.
Das Spektrum der sportlichen Disziplinen reicht von Kunstschach und Alpinismus, über Ringkämpfe bis hin zu Leichtathletik, Eishockey und Fußball. Chronologisch und geographisch umfasst der Band die sowjetische Moderne und die neugebildeten ostmittel- und südosteuropäischen Staaten der Zwischenkriegszeit, die Systemkonfrontation und den Dissens innerhalb des östlichen Bündnisses während des Kalten Krieges sowie die postsowjetische Zeit.
In den Beiträgen wird deutlich, dass Breiten- und Spitzensport starken Einflüssen von Politik und Gesellschaft ausgesetzt sind. Gleichwohl ist Sport weit mehr als ein Abbild gesellschaftlicher Entwicklungen. Als Massenphänomen des 20. Jahrhunderts besitzt Sport einen Eigensinn. Er vermag in geschlossenen Gesellschaften eigenständige soziale Räume und Foren begrenzter Öffentlichkeit zu schaffen. Internationale Sportbeziehungen können als Sublimation von Krieg verstanden werden, aber auch als vorsichtige Annäherung oder Inszenierung freundschaftlicher Beziehungen zwischen zwei Staaten. Sie bilden unter diesem Blickwinkel ein wichtiges Medium des Kulturtransfers und führen langfristig zu gesellschaftlichen Veränderungen.
Faculties and Departments:04 Faculty of Humanities and Social Sciences > Departement Geschichte > Bereich Osteuropäische Geschichte > Osteuropäische Geschichte (Schenk)
04 Faculty of Humanities and Social Sciences > Departement Geschichte > Bereich Geschlechtergeschichte > Osteuropäische Geschichte (Schenk)
UniBasel Contributors:Hofmeister, Alexis
Item Type:Book Section
Book Section Subtype:Further Contribution in a Book
Publisher:fibre Verlag
ISBN:978-3-938400-15-9
Series Name:Einzelveröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Warschau
Issue Number:16
Note:Publication type according to Uni Basel Research Database: Book item
Related URLs:
Last Modified:23 Nov 2018 16:17
Deposited On:10 Jul 2018 15:24

Repository Staff Only: item control page