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Bedeutung neuropsychologischer Beschwerdenvalidierung für die Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit bzw. Arbeitsfähigkeit in der versicherungsmedizinischen Begutachtung

Plohmann, Andrea Maria. Bedeutung neuropsychologischer Beschwerdenvalidierung für die Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit bzw. Arbeitsfähigkeit in der versicherungsmedizinischen Begutachtung. 2017, PhD Thesis, University of Basel, Faculty of Psychology.

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Official URL: http://edoc.unibas.ch/diss/DissB_12329

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Abstract

Im Rahmen der vorliegenden Dissertation werden die Notwendigkeit neuropsycho-logischer Beschwerdenvalidierung in der versicherungsmedizinischen Begut-achtung dargelegt sowie diagnostische Ansätze hierfür vorgestellt und diskutiert. Zudem liefert diese Dissertation erstmals empirisch abgesicherte Prävalenz-schätzungen für unzureichende Anstrengungsbereitschaft und Aggravation in der Schweiz.
In der ersten Publikation (hier Publikation 3) wird eine Systematik vorgestellt, die es erlaubt, unter Einbezug aller erhältlicher Informationen aus Aktenlage, Explora-tion, Fremdanamnese und Verhaltensbeobachtung von den psychometrischen Befunden auf den Schweregrad neuropsychologischer Einschränkungen und damit die Funktions- bzw. Arbeitsfähigkeit eines Exploranden zu schliessen. Dies bedingt jedoch, dass die erhobenen Befunde als auch die eigenanamnestischen Angaben des Exploranden valide sind. Die zweite Publikation legt auf der Grundlage einer aktuellen Literaturübersicht wissenschaftliche Konzepte und Modelle zur Vortäuschung von Gesundheits-störungen sowie Methoden, diese aufzudecken, dar. Die Autoren zeigen auf, dass die Validierung von beklagten Beschwerden und demonstrierter Leistungsein-schränkung einen wesentlichen Beitrag zu einem wissenschaftlich abgesicherten Urteil eines Gutachters liefert. Die grösste und bislang unbefriedigend gelöste Herausforderung stellt dabei die Frage nach der Intention und Bewusstheit nega-tiver Antwortverzerrung dar. Um im Einzelfall eine möglichst präzise Aussage über die Wahrscheinlichkeit negativer Antwortverzer-rung treffen zu können, ist es neben dem Einsatz möglichst sensitiver und hoch-spezifischer Verfahren not-wendig, die Grundrate negativer Antwortverzerrung in einer, einem Exploranden möglichst gut entsprechenden, Vergleichspopulation zu kennen. Für Patienten-gruppen in der Schweiz existierten hierzu bislang keine Daten. Diese Lücke schliesst die hier vorgelegte empirische Arbeit (Publikation 1). Zudem weist sie soziodemographische Faktoren und Diagnosegruppen aus, welche die Wahr-scheinlichkeit unzureichender Anstrengungsbereitschaft und sicherer Aggravation signifikant erhöhen.
Advisors:Stieglitz, Rolf-Dieter and Mager, Ralph
Faculties and Departments:07 Faculty of Psychology > Departement Psychologie > Forschungsbereich Klinische Psychologie und Neurowissenschaften > Klinische Psychologie und Psychiatrie (Stieglitz)
Item Type:Thesis
Thesis no:12329
Bibsysno:Link to catalogue
Number of Pages:1 Online-Ressource (1 Band (Verschiedene Seitenzählungen))
Language:German
Identification Number:
Last Modified:01 Nov 2017 16:09
Deposited On:01 Nov 2017 16:08

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