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Kognition und funktionelle Reorganisation bei Kindern mit Rolando-Epilepsie

Oser, Nadine. Kognition und funktionelle Reorganisation bei Kindern mit Rolando-Epilepsie. 2014, PhD Thesis, University of Basel, Faculty of Psychology.

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Official URL: http://edoc.unibas.ch/diss/DissB_10749

Abstract

Die Rolando-Epilepsie (RE) oder benigne Epilepsie mit zentro-temporalen Spikes (BECTS) ist mit ihrer hohen Prävalenz eine der häufigsten kindlichen fokalen idiopathischen Epilepsien. Trotz ihrer Benignität hinsichtlich des Verlaufs, können kognitive Defizite auftreten, die mit der Funktionsstörung der fokalen epileptischen Entladungen in direktem Zusammenhang zu stehen scheinen und letztlich Reorganisationsprozesse auslösen können. Im ersten Teil wird auf die RE im Allgemeinen eingegangen. In einem weiteren Teil werden die neuropsychologischen Aspekte von Patienten mit einer RE diskutiert und in einem dritten Teil werden Einblicke in die Reorganisationsfähigkeit des Gehirns mithilfe bildgebender Verfahren aufgezeigt. Zuletzt wird mit drei publizierten Artikeln, die aus einer in Basel durchgeführten Studie hervorgegangen sind, nochmals auf diese Themen Bezug genommen. Im ersten Artikel wird die kognitive Funktionsfähigkeit von Kindern mit RE mit derer gesunder Kontrollkinder verglichen und mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) aufgezeigt, wie sprachliche Defizite mithilfe einer Reorganisation behoben werden können. Eine zweite Studie berichtet longitudinal von einem Einzelfall, der durch atypische Rolando-Symptome als Landau-Kleffner-Syndrom (LKS) diagnostiziert wurde. Diese Studie erscheint vor dem Hintergrund interessant, dass eine solche Diagnose sehr selten vorkommt und klinisch einen schwerwiegenderen Verlauf zeigt als die klassische RE, jedoch aus ihr hervorgehen kann und damit zum selben Krankheitsspektrum zu zählen ist. In der letzten Studie wird auf ein relativ neues Thema eingegangen, das sogenannte „Default mode network“ (DMN), welches bei verschiedenen neurologischen sowie psychiatrischen Erkrankungen untersucht worden ist. Das DMN wird bei unterschiedlichsten Störungen als verändert bezeichnet, was wiederum einen Einfluss auf die Kognition der Patienten hat. Diese Arbeit soll insgesamt einen vertieften Einblick in die derzeitige neuropsychologische und bildgebende Forschung bei Kindern mit RE geben.
Advisors:Penner, Iris-Katharina
Committee Members:Weber, Peter
Faculties and Departments:07 Faculty of Psychology > Departement Psychologie > Abteilung Allgemeine Psychologie und Methodologie > Clinical Cognitive Research (Penner)
Item Type:Thesis
Thesis no:10749
Bibsysno:Link to catalogue
Number of Pages:57 S.
Language:German
Identification Number:
Last Modified:30 Jun 2016 10:55
Deposited On:08 May 2014 12:24

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